Lehrlingsaustausch Hamburg

June 20, 2017

Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit am Lehrlingsaustausch mit Hauni teilzunehmen.
So ging es dann am Sonntagabend dem 19. März 2017 auch schon los. Ich hatte das Glück von Belp zu fliegen und nach eineinhalb Stunden landete ich in Hamburg. Ich war sehr gespannt auf die Gastfamilie, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich erst mit der Tochter, Teresa, welche bei Hauni arbeitet über WhatsApp Kontakt gehabt. Sie holte mich zusammen mit ihrer Mutter ab und dann fuhren wir schnell nach Hause, da wir am nächsten morgen früh aufstehen und zur Arbeit gehen mussten.

 

Die Arbeit

Ich arbeitete nicht direkt bei Hauni, sondern bei der integrierten Firma Baltic Metall. Die gesamte Fertigung für Hauni findet bei der Baltic statt, früher gehörte dies auch zu Hauni.
Ich arbeitete vor Allem in der Abteilung Trommeln und Steuerflansche und lernte in den ersten beiden Wochen die anfallenden Fräsarbeiten auf verschiedenen Maschinen kennen. Was mich persönlich sehr schockierte war das sie noch im ganzen Gebäude rauchen durften. Dazu war ich sehr erstaunt wie klar die arbeiten getrennt sind. Ein Mitarbeiter kümmert sich nur ums entgraten, auf der einen Fräsmaschine werden die Löcher stirnseitig gebohrt auf der anderen die Nuten gefräst und so weiter. Dementsprechend war die Arbeit an jeder Maschine dann auch immer sehr gleich und nach einer Weile nicht mehr so interessant. In der dritten Woche kam ich dann zum Drehen, dort hatte ich einige Schwierigkeiten, da die Teile sehr gross waren und ich daher Mühe hatte sie zu heben. In dieser Woche habe ich mit dem einen Vorarbeiter auch noch eine kleine Führung gemacht und konnte in der Montage sehen für was und wo meine Teile eingesetzt wurden.


Die Maschinen waren sehr faszinierend, zudem war es auch sehr spannend, dass sie viele Glasscheiben haben und man deshalb die genauen Vorgänge der Maschine sieht. Beim Arbeiten bekam ich auch sehr viele Süssigkeiten und sonstiges Essen. Immer wenn jemand Geburtstag hatte oder sich ein neues Fahrzeug gekauft hatte brachten sie Süssigkeiten mit und immer freitags gab es zur Pause eine Pferdewurst. Die letzten beiden Wochen gingen noch schneller vorbei als die erste, da ich jeweils auch nur 4 Tage arbeiten musste, weil noch Ostern war.


In diesen beiden Wochen nutze ich noch die Gelegenheit mir alles anzuschauen was wir zu Hause nicht haben und so kam es das ich fast jeden Tag wo anders verbrachte. Zwei Tage war ich beim Kleben und Gummieren, das war sehr interessant, weil ich da verschiedene Dinge über Klebstoffe gelernt habe. Am nächsten Tag ging ich zum Auswuchten, was ich sehr lustig fand, da ich einfach so Löcher bohren konnte, die Werkstücke sahen danach auch seltsam aus. Am letzten Tag vor Ostern ging ich noch zum Koordinatenschleifen. Auch die letzte Woche verging wie im Flug, ich arbeitete noch an einer Kurvenfräsmaschine und einer Allesbearbeitungsmaschine und schaute mir selbstverständlich auch noch die Zahnradfertigung an.

 

Die Menschen auf der Arbeit und allgemein in Hamburg waren sehr nett und es war sehr schade das die fünf Wochen so schnelle vorbeigegangen sind und ich wieder nach Hause musste, gerne wäre ich noch ein paar Wochen länger geblieben.

 

Freizeit

Meine Gastfamilie war unglaublich nett und ich hätte es nicht besser treffen können, die Menschen sind sehr herzlich und man fühlte sich sofort willkommen. Ich denke ich werde nun immer Freunde in Hamburg haben. Da Teresa und ich uns so gut verstanden machen auch die Freizeitaktivitäten viel Spass. Hamburg gefällt mir super mit dem vielen Wasser und den schönen roten Backsteinhäusern. Da in den ersten beiden Wochen das Wetter prächtig war, gestalteten wir unsere Freizeit vor Allem draussen. Wir schauten uns die Speicherstadt und den Hafen an, da ihrer Mutter das Gewürzmuseum in der Speicherstadt gehörte kannte sie alle Leute und wir konnten überall gratis mitmachen. Auch den Michel mit 449 Stufen stiegen wir hoch, von dort hatte man eine wunderbare Aussicht über ganz Hamburg. In Bergedorf selber spazierten wir durch den Schlosspark und machten eine Vierlanden Fahrt mit dem Schiff. Wir fuhren auch nach Lüneburg und besuchten dort Teresas Bruder und schauten uns die wunderschöne Altstadt an, selbstverständlich nutzten wir dort auch die diversen Schoppingsmöglichkeiten. Die ganzen Containerschiffe im Hafen waren sehr eindrucksvoll. Wir waren auch in einem Improvisationstheater, was sehr lustig war. Auch im Musical König der Löwen waren wir, was unglaublich toll war, die Kostüme waren sehr gut gemacht und es war einfach nur beeindruckend. Wir waren auch im Miniaturwunderland, es ist unwahrscheinlich toll gemacht, nur von dem Teil, welcher die Schweiz darstellen sollte war ich nicht so begeistert. Als das Wetter noch besser war, haben wir auch oft bei ihren Freunden gegrillt, was immer sehr lustig war. Ich habe bei diesen Gesprächen sehr viel über das deutsche Schulsystem gelernt.


Als mein Freund mich über Ostern besuchen kam, durfte er gleich auch noch bei meiner Gastfamilie wohnen und ich bekam sehr viel Osterschokolade von ihnen geschenkt. In der letzten Woche waren wir dann auch noch im Panoptikum, dem Hamburger Wachsfigurenkabinett, und wir sind auch noch durch den alten Elbtunnel spaziert, dort wurden die Autos mit dem Lift in den Tunnel gebracht und fuhren dann unter der Elbe durch.

Viel zu schnell kam dann leider schon der Freitag, mein aller letzter Tag. Die Zeit ist viel zu schnell vorbeigegangen und die Leute sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Teresa und Viola brachten mich noch zum Flughafen und der Abschied fiel schwer, umso mehr freue ich mich dann auf Teresas Besuch im Herbst oder nächsten Frühling.

 

Mein Fazit daraus ist das ich so eine Chance immer wieder nutzen würde und dass fünf Wochen wie im Flug vergehen und ich, wenn ich die Möglichkeit hätte in Zukunft etwas länger gehen würde. Zudem habe ich unwahrscheinlich tolle und liebenswerte Menschen kennengelernt in denen ich wahrscheinlich Freunde fürs Leben gefunden habe.

 

 

 

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